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Entscheidungshilfe

Was den Preis einer Haustür bestimmt

Warum es keinen Listenpreis für Haustüren gibt und welche acht Faktoren den Preis tatsächlich bestimmen: Material, Größe, Verglasung, Sicherheit, Schloss, Oberfläche, Schwelle und Einbausituation.

Von Rainer Krauß, RK Bauelemente Wolfratshausen · Stand 02.09.2026

Eine seriöse Zahl lässt sich erst nach dem Aufmaß nennen, weil jede Haustür ein Einzelstück für eine bestimmte Öffnung ist. Den Preis bestimmen vor allem acht Dinge: Material, Größe und Seitenteile, Verglasung, Widerstandsklasse, Schloss und Öffnungsart, Oberfläche und Farbe, Schwelle und Dämmwert sowie die Einbausituation vor Ort. Wer eine Zahl ohne Aufmaß nennt, rät.

Warum hier keine Zahl steht

Ich könnte an dieser Stelle eine Spanne hinschreiben, und sie würde Ihnen nichts nützen. Zwischen einer schlichten Tür in Standardmaß und einer Tür mit Seitenteil, Oberlicht, Sicherheitsverglasung, Motorschloss und Sonderfarbe liegt ein Vielfaches. Jede dieser Türen ist richtig, nur eben für ein anderes Haus.

Was ich Ihnen stattdessen geben kann, ist die Liste der Punkte, an denen der Preis tatsächlich entsteht. Damit können Sie Angebote vergleichen und erkennen, wo bei einem auffällig günstigen Angebot gespart wurde.

Die acht Faktoren

1. Material

Aluminium ist bei Haustüren am verbreitetsten: sehr stabil, formbeständig, wartungsarm, große Formate möglich. Kunststoff ist günstiger und für viele Situationen völlig ausreichend. Holz ist warm und bei Altbauten oft die einzig stimmige Wahl, verlangt aber Pflege. Es gibt auch Kombinationen, etwa Holzkern mit Aluminiumschale.

2. Größe, Seitenteile und Oberlicht

Eine Standardöffnung ist am günstigsten. Jedes feste Seitenteil und jedes Oberlicht vergrößert das Element, verlangt mehr Statik und kostet entsprechend. Zweiflügelige Türen liegen noch einmal darüber.

3. Verglasung

Von der geschlossenen Füllung über schmale Lichtausschnitte bis zur großflächigen Verglasung ist alles möglich. Sobald Glas ins Spiel kommt, stellt sich die Frage nach Sicherheitsglas und nach dem Dämmwert, denn Glas ist im Türblatt der wärmetechnisch schwächere Teil.

4. Widerstandsklasse

RC2 ist bei Haustüren die sinnvolle Grundausstattung und kostet Aufpreis gegenüber einer nicht geprüften Tür. RC3 kostet mehr. Was das im Einzelnen bedeutet, steht im Beitrag zu den Widerstandsklassen.

5. Schloss und Öffnungsart

Hier ist die Spanne am größten. Vom einfachen Buntbartschloss über Mehrfachverriegelung mit Schließzylinder bis zum Motorschloss mit Fingerabdruck, Zahlencode oder Öffnung per Telefon ist alles möglich. Eine Mehrfachverriegelung würde ich in jedem Fall nehmen, alles darüber ist Komfort und Geschmackssache.

6. Oberfläche und Farbe

Standardfarben sind im Preis enthalten, Sonderfarben nach RAL oder zweifarbige Ausführungen kosten Aufpreis. Strukturierte oder holzähnliche Oberflächen ebenfalls.

7. Schwelle und Dämmwert

Eine barrierefreie, flache Schwelle ist bautechnisch anspruchsvoller als eine hohe, weil sie trotzdem dicht sein muss. Wer jetzt schon an später denkt, sollte das gleich mitplanen; nachträglich ist es erheblich aufwendiger.

8. Die Einbausituation

Der Posten, der in Prospekten nie vorkommt. Ist die alte Zarge ausbaubar oder einbetoniert. Muss die Öffnung angepasst werden. Wie ist der Zugang. Ist Strom für ein Motorschloss vorhanden. Das entscheidet sich vor Ort und nirgendwo sonst.

Woran man ein zu günstiges Angebot erkennt

  • Es fehlt eine Angabe zur Widerstandsklasse, oder es steht nur "einbruchhemmend" ohne Klassenangabe.
  • Der Uw-Wert der Tür ist nicht genannt.
  • Ausbau der alten Tür, Entsorgung und Anschlussarbeiten sind nicht aufgeführt.
  • Es gibt keine Zeile zur Befestigung und Abdichtung.
  • Der Preis steht fest, ohne dass jemand gemessen hat.

Der wichtigste Satz zum ThemaEine Sicherheitstür, die nicht fachgerecht im Mauerwerk verankert ist, ist keine Sicherheitstür. Die Befestigung ist der Teil, an dem am unauffälligsten gespart werden kann.

Ein Vorschlag für den Anfang

Wenn Sie noch nicht wissen, was Ihnen überhaupt gefällt, stellen Sie sich Ihre Tür in Ruhe zusammen. Im Haustür-Konfigurator gehen Sie Modell, Farbe, Verglasung und Griff durch und bekommen am Ende eine Zusammenfassung, die Sie mir schicken können. Daraus mache ich Ihnen ein Angebot mit einer belastbaren Zahl. Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Häufige Fragen

Dazu werde ich oft gefragt

Können Sie mir am Telefon einen Preis nennen?

Eine grobe Einordnung ja, sobald ich weiß, welches Material, welche Größe und welche Sicherheitsstufe Sie im Sinn haben. Eine verbindliche Zahl gibt es erst nach dem Aufmaß, weil erst dann feststeht, was die Einbausituation verlangt.

Wie lange dauert es von der Bestellung bis zur Montage?

Die Tür wird nach Ihren Maßen beim Hersteller gefertigt, das ist der zeitbestimmende Teil. Die genaue Lieferzeit nenne ich im Angebot. Der Einbau selbst dauert meistens einen Tag.

Lohnt sich ein Motorschloss?

Wenn Sie oft mit vollen Händen vor der Tür stehen, mehrere Personen Zugang brauchen oder das Schlüsselthema leid sind, ja. Rein technisch ist eine mechanische Mehrfachverriegelung genauso sicher. Wichtig ist, dass die Stromversorgung mitgeplant wird.

Kann die neue Tür in die alte Zarge?

Manchmal ja, das spart Aufwand an der Laibung. Ob es geht, hängt vom Zustand und der Bauart der vorhandenen Zarge ab, und ob es sinnvoll ist, ist die zweite Frage: eine alte, schlecht gedämmte Zarge begrenzt den Dämmwert der neuen Tür. Das sehe ich mir vor Ort an.

Fragen? Ich berate Sie kostenlos und unverbindlich.

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